Inklusives Musikprojekt: Grundrechte in leichter Sprache
Projektzeitraum:
Winter 2023 bis Sommer 2024Förderquote:
rund 80 % der Kosten der Musikvideo-ProduktionProjektart:
Inklusion, BildungPartner:
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Begünstigte:
alle Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung, die sich mit Grundrechten beschäftigen
Dass die Einhaltung der Grund- und Menschenrechte im Allgemeinen immens wichtig ist, dürfte für uns alle eine Selbstverständlichkeit sein. Von besonderer Bedeutung ist der Schutz der Grundrechte mit Blick auf Menschen mit Behinderungen. Diese werden häufig gesellschaftlich – zum Teil systematisch – in ihren Rechten eingeschränkt und/oder sind nicht in der Lage, selber für den Schutz ihrer Rechte einzustehen. Insbesondere Personen, die intellektuell beeinträchtigt sind, wissen zum Teil gar nicht, was die Grund- und Menschenrechte ausmacht. Zwar existieren bereits vielfältige Informationsmaterialien – auch in verschiedener Form (Text, Musik, bildnerische Kunst) – jedoch werden Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung bei der Erstellung der meisten Informationsmittel nur selten mitgedacht.
An dieser Stelle setzen die Zuständigen des Fachgebietes Rehabilitation und Pädagogik der Fakultät für Rehabilitationswissenschaften an der TU Dortmund an und haben in Kooperation mit dem Landespolizeiorchester NRW (LPO) ein Projekt geplant, das sich genau an diese Zielgruppe richtet: Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung. Über einen musikalischen Ansatz soll ihnen die Bedeutung der Grund- und Menschenrechte vermittelt werden.
Der Leiter des Landespolizeiorchesters NRW Scott Lawton hat zu diesem Zweck ein „Motto-Lied“ komponiert, das vom LPO bei Mitmach-Konzerten an mehreren Förderschulen für geistige Entwicklung im Dortmunder Stadtgebiet für die Schüler:innen aufgeführt wurde. In dem Lied wird die Diversität von Menschen betont und positiv bewertet. Es wird herausgestellt, dass alle Menschen - egal wie unterschiedlich sie sind - gleich viel wert sind. Für alle gelten die gleichen Grundrechte.
Ich bin nicht wie Du, Du bist nicht wie ich, wir sind sehr verschieden.
Ich bin nicht wie Du, Du bist nicht wie ich, jeder von uns ist wichtig.“
Gemeinsam mit den Schüler:innen wurden Bewegungen erarbeitet, die zum Liedtext passen, sodass die Kinder und Jugendlichen aktiv an den Konzerten mitwirken konnten.
„Ich bin meistens laut, Du bist meistens leise,
ich bin langsam, Du bist schnell,
ich bin eher klein, Du bist schon groß,
das ist einfach toll.
Zusätzlich wurde nun ein professionelles Musikvideo zum Motto-Lied produziert. In diesem Video wirken neben dem LPO und einer Sängerin auch Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit verschiedenen Behinderungen mit. Auch Kinder und Erwachsene mit (direkter oder indirekter) Migrationserfahrung werden abgebildet und gehört. Einige Liedzeilen wurden nicht von der Sängerin, sondern von den anderen Akteur:innen des Videos gesungen bzw. eingesprochen. Im gesamten Video wird die Diversität der Menschen abgebildet und die unterschiedlichen Kompetenzen werden hervorgehoben. Das Ende des Videos bildet eine Botschaft von NRWs Innenminister Herbert Reul. Er betont, dass alle Menschen gleich viel wert sind und die Grundrechte für alle in Deutschland lebenden Menschen gelten. Er hebt hervor, dass er in seiner Rolle als Innenminister für die Gleichbehandlung aller zuständig ist und dass allen der Schutz durch die Polizei zusteht.
Dieses Musikvideo kann nun kostenlos Förderschulen und Einrichtungen für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt werden. Ergänzt wird es mit Hinweisen, wie das Video zur Erarbeitung von Themen wie Diversität und Grundrechten genutzt werden kann.
Um Geld für die Produktionskosten des Musikvideos zu sammeln, hat das Landespolizeiorchester ein Benefizkonzert veranstaltet und konnte so knapp 1.000,- Euro aufbringen. Die restlichen Kosten für die Videoproduktion hat die ProFiliis-Stiftung übernommen und Mittel in Höhe von rund 4.500 Euro bereitgestellt.
sh
Symbolbild
Weiteres zum Projekt
Musik für Grundrechte in leichter Sprache
Dass die Einhaltung der Grund- und Menschenrechte im Allgemeinen immens wichtig ist, dürfte für uns alle eine Selbstverständlichkeit sein. Von besonderer Bedeutung ist der Schutz der Grundrechte mit Blick auf Menschen mit Behinderungen. Diese werden häufig gesellschaftlich in ihren Rechten eingeschränkt und/oder sind nicht in der Lage, selber für den Schutz ihrer Rechte einzustehen. Insbesondere Personen, die intellektuell beeinträchtigt sind, wissen zum Teil gar nicht, was die Grund- und Menschenrechte ausmacht. Zwar existieren bereits vielfältige Informationsmaterialien – auch in verschiedener Form (Text, Musik, bildnerische Kunst) – jedoch werden Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung bei der Erstellung der meisten Informationsmittel nur selten mitgedacht.
An dieser Stelle setzen die Zuständigen des Fachgebietes Rehabilitation und Pädagogik der Fakultät für Rehabilitationswissenschaften an der TU Dortmund an und haben in Kooperation mit dem Landespolizeiorchester NRW (LPO) ein Projekt geplant, das sich genau an diese Zielgruppe richtet: Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung. Über einen musikalischen Ansatz soll ihnen die Bedeutung der Grund- und Menschenrechte vermittelt werden.
Der Leiter des Landespolizeiorchesters NRW Scott Lawton hat zu diesem Zweck ein „Motto-Lied“ komponiert, das bei Mitmach-Konzerten an mehreren Förderschulen für geistige Entwicklung im Stadtgebiet vom LPO für die Schüler:innen aufgeführt wird/wurde. In dem Lied wird die Diversität von Menschen betont und positiv bewertet. Gemeinsam mit den Schüler:innen wurden Bewegungen erarbeitet, die zum Liedtext passen, sodass die Kinder und Jugendlichen aktiv an den Konzerten mitwirken konnten.
„Ich bin meistens laut, Du bist meistens leise,
ich bin langsam, Du bist schnell,
ich bin eher klein, Du bist schon groß,
das ist einfach toll.
Ich bin nicht wie Du, Du bist nicht wie ich, wir sind sehr verschieden.
Ich bin nicht wie Du, Du bist nicht wie ich, jeder von uns ist wichtig.“
Zusätzlich soll nun noch ein Musikvideo produziert werden, in dem Förderschüler:innen in alltäglichen Situationen gezeigt werden. Dazu sollen kleine Textteile von den Kindern und Jugendlichen eingesprochen werden, in denen die Diversität der Menschen behandelt wird. Unterlegt werden alle Szenen mit Musik des LPOs. Zwischendurch soll immer wieder das Motto-Lied von Förderschüler:innen gesungen werden.
Dieses Musikvideo soll dann kostenlos Förderschulen und Einrichtungen für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich sollen Hinweise gegeben werden, wie das Video zur Erarbeitung von Themen wie Diversität und Grundrechten genutzt werden kann.
ProFiliis unterstützt diese wichtige kreative Kooperation zwischen der TU Dortmund und dem Landespolizeiorchester NRW und übernimmt mit rund 4.500 Euro einen großen Teil der Kosten für die Videoproduktion.
sh