Seit Anfang 2019 läuft im Norden Tansanias in der Region Izigo das Förderprojekt „Izigo Wash“ von World Vision zur Verbesserung der Hygienesituation vor Ort. Ansatzpunkte hierfür des Projektes sind zwei Grundschulen in den Dörfern Katoke und, Rugege sowie die Gesundheitsstation in und Bugasha.
Bislang war die sanitäre Situation an jedem dieser Orte mangelhaft. Die bis zu diesem Zeitpunkt installierten zwei Toiletten in der Grundschule von Katoke waren heruntergekommen und eine Nutzung war nicht erstrebenswert.
In der Grundschule von Rugege gibt es zwar die Möglichkeit, sich die Hände zu waschen, jedoch existierte gibt es für die insgesamt 298 Schüler:innen nur einen Wassertank, der zeitgleich Wasser zum Trinken und Hände waschen zur Verfügung steht. Wenn die Kinder in der Pause nun diesen Wassertank verwenden wollten, bildeten sich vor dem Tank so lange Schlangen, dass zuweilen die Pausenzeit nicht ausreichte, sodass sich die Mentalität Meinung durchgesetzt hatte, dass das Händewaschen zu vernachlässigen ist. Dies Eine Einstellung, die kann man den Kindern jedoch nicht einmal verübeln konnte, da aufgrund des Wassermangels in dieser Region häufig auch zuhause das Händewaschen teilweise verboten wird, da das die Verwendung von Wasser dafür für Hygienezwecke von den Eltern als zu schade ist empfunden wird.
Hier setzt die Arbeit von World Vision bereits an. Bevor den Menschen Anlagen zum Hände Waschen und saubere Toiletten zur Verfügung gestellt werden, muss das Umdenken stattfinden, dass Hygiene ein wichtiger Faktor dabei ist, Krankheiten wie Durchfall, Amöben, Typhus und die generelle Verbreitung von Bakterien abzuwehren. Vorbereitende Maßnahmen wurden bereits im ersten halben Jahr der Projektdauer bereits weitestgehend umgesetzt.
An beiden Schulen fand im Anschluss Aufklärungsarbeit über den richtigen Umgang mit sanitären Anlagen statt. Hierzu wurden an den Schulen Gruppen von Schüler:innen sowie Lehrer:innen gebildet, die, nach der Aufklärungsarbeit der durch die Projektverantwortlichen, als Mediatoren den anderen Kindern und auch den Bewohner:innen der Region näherbringen sollten, dass diese Hygiene-Maßnahmen wichtig für ihren eigenen Schutz sind.
Im Ort Bugesha wurde war noch vor Anlaufen des Projektes vor einiger Zeit eine Gesundheitsstation errichtet worden, die jedoch zuvor über keinen Wasserzugang verfügte, weshalb dort bislang nur eine minderwertige Versorgung erfolgen konnte. Aus diesem Grund sollte im Rahmen des „Izigo Wash“ Projektes hier der ein Regenwassertank installiert werden, durch den es in Zukunft möglich sein wird, die Sanitär- und Hygienesituation zu verbessern, Latrinen zu benutzen, sich die Hände zu waschen und die Einrichtung samt medizinischer Geräte zu reinigen. Zudem kann durch die Filterung des Regenwassers ebenfalls Trinkwasser zur Verfügung gestellt werden.
Bereits jetzt Insgesamt hat sich die Situation der Menschen in der Region deutlich verbessert, da nicht zuletzt auch durch kleinere Maßnahmen viel erreicht werden konnte.: So wurden beispielsweise „Kubuyu chirizi“ installiert, kleine Wasserkanister, die an Bäumen aufgehängt werden, um das Händewaschen leichter zu gestalten. Ebenso Aber insbesondere hat sich die Einstellung vieler der Bewohner:innen der Region geändert, nachdem sie erfahren haben, wie wichtig Hygiene für den Erhalt ihrer Gesundheit ist. Eine maßgebliche Aufklärungsarbeit leisten hierbei nicht zuletzt auch die Kinder, die ihre Eltern an ihrem neu erlangten Wissen teilhaben lassen können.
Folgende Baumaßnahmen sind Ende des Jahres 2019 umgesetzt abgeschlossen worden:
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Die Errichtung zweier Toilettenanlagen in der Grundschule von Katoke
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Der Bau zweier Einrichtungen zum Händewaschen in der Grundschule von Rugege
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Installation eines Regenwassertanks für die Gesundheitsstation in Bugasha
Die ProFiliis-Stiftung unterstützt dieses umfangreiche Vorhaben mit einer Fördersumme in Höhe von 42.000, - Euro.
sf